Vodafone und Kabeldeutschland einigen sich auf eine Übernahme

Juni 25, 2013 Von: Lars Sprenger Kategorie: Allgemein

Am Montag gaben Vodafone und KabelDeutschland bekannt sich über einen Kaufpreis geeinigt zu haben, dieser soll bei 87 Euro pro Aktie liegen, bewertet wird somit die Kabeldeutschland Gesellschaft mit 7,7 Milliarden, zuzüglich der Verbindlichkeiten kommt man auf einem Übernahmewert von zirka 10,7 Milliarden. Somit scheint der Mitbieter Liberty Global aus dem Rennen zu sein, hier hieß es letzte Woche noch das man 85 Euro pro Aktie bieten würde. Liberty Global gehören die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Baden-Würtemberg und Hessen.

Ob eine Übernahme durch Vodafone möglich ist muss natürlich noch durch die Aktionäre von Kabeldeutschland bewilligt werden, der größte Anteil der Aktien liegt im Streubesitz und macht es daher nicht gerade einfach, pro Aktie sollen 2,50 Euro Dividende gezahlt werden. Der größte Aktieninhaber ist mit 10 Prozent Finanzinvestor Blackrock.

Das Unternehmen Kabeldeutschland soll indes nicht komplett in die Vodafone Gruppe integriert werden, sondern mit Sitz in Unterföhring bestehen bleiben. Teile oder der komplette Vorstand soll in die Führung von Vodafone wechseln. Insbesondere der Festnetzbereich soll komplett von Vodafone zu Kabeldeutschland wechseln und dort vermarktet und betrieben werden. Somit kann dann Vodafone in 13 Bundesländern Festnetzanschlüsse anbieten, ohne auf den Konkurrenten Telekom angewiesen zu sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man auch weiterhin und vielleicht auch mehr in den Netzausbau investiert.

Weiterhin ist es möglich, dass man das Vodafone TV Produkte in den nicht von Kabeldeutschland versorgten Gebieten mehr forciert und somit im gesamten Bundesgebiet Fernsehprodukte anbieten könnte. Auch im Hinblick auf das SKY- Angebot bei Vodafone könnte man ihr dann mehr anbieten. Derzeit biete zwar Kabeldeutschland einige Sender des Payanbieters an, Vodafone im Gegensatz zur Telekom mit dem Angebot Entertain, allerdings nicht. Hier ist spannend zu sehen, ob es nicht sogar möglich sein könnte, die Bundesliga über Vodafone empfangen zu können.


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