O2 ONE: Neues Projekt oder nur ein Gerücht

April 13, 2009 Von: Lars Sprenger Kategorie: Mobilfunk

In den letzten Monaten hat sich o2 in Deutschland bei den Kunden nicht gerade viele Freunde gemacht. So erhöhte man den damals grundgebührbefreiten Genion S auf 2,50 Euro pro Monat, um dann wenig später wieder zurück zu rudern und alles, zumindestens online, wieder rückgängig zu machen. Dafür passte man die Gesprächspreis in netzexterne Netze dem Mitbewerb an, allerdings bedeutete dies für Neukunden eine Verschlechterung um satte 10 Cent pro Minute, da man die Minute von 19 Cent auf 29 Cent verteuerte. Nun kommen vermehrt in den letzten Tagen Gerüchte auf, nachdem O2 ab Anfang Mai ein neues Projekt starten will, der Name: ONE. Was dahinter stecken könnte versuchen wir hier zu erklären.

Aber als erstes die wahrscheinlichsten Fakten: Am 24. April soll es eine offizelle Mitteilung seitens O2 geben, Ende April, beziehungsweise Anfang Mai sollen dann die O2 Shops geschlossen werden, damit die Mitarbeiter nach München zu einer Schulung können. Offizeller Start des Projektes soll der 11. Mai sein.

Der Name ONE impliziert dabei am wahrscheinlichsten eine vereinfachte Tarifstruktur. Zum Beispiel wäre es möglich den Tarif Genion S ohne Handy und ohne Grundgebühr als Basis zu nehmen. Dazu könnte der Kunde dann je nach Telefonieverhalten entsprechende Optionen, wie Inklusivminuten in fremde Netze oder Flatrates in das eigene Netz, in das Festnetz oder in alle Netze, vielleicht sogar einzeln aufteilbar in die verschiedene Netze, buchen. In wie weit das realisierbar ist, ist unklar. Immerhin stellte die T- Mobile Mobilfunktochter Congstar ein ähnliches Prinzip gerade erst um und bietet nun nur noch 3 verschiedene Tarife an.

Als nächstes könnte man die weitere Verschmelzung von Mobilfunk und Internet vornehmen. So wird zwar schon mit dem Tarif Internet Home&Go ein Tarif angeboten, der einen DSL- Anschluss für zu Hause und einen mobile Internetflatrate für unterwegs anbietet, hier wäre dann aber auch eine Erweiterung möglich, in dem man auch für unterwegs einen Sprachtarif inklusive erhält, mit dem man zu Hause per Homezone und unterwegs, wie heute über eine mobile Rufnummer erreichbar ist. Also quasi ein Anschluss für alles.

Bei den möglichen Tarifänderungen stellt sich natürlich die Frage, in wie weit es nötig ist dafür unter Umständen alle O2 Shops für ein Tag zu schließen. Das letzte Mal als man diesen Schritt ging, nannte man sich von VIAG Interkom in O2 um.

Womit wir bei einer anderen Variante wäre: Die komplette Umbennung von O2 zu Telefonica. Hier stellt sich die Frage, wieso man dies tun sollte, immerhin ist der Name O2 bei 95 Prozent der Deutschen ein Begriff und auch in Umfragen und Tests ist der Mobilfunkanbieter unter seinen bisherigen Namen beliebt. Eine Umbennenung hätte nur wirklich Sinn, wenn man den Marktauftritt in Deutschland komplett ändern will und sich auch auf andere, also nicht nur Mobilfunk, Märkte konzentrieren möchte. Hier und das ist relativ sicher, will Telefonica mehr Marktanteil vor allem im DSL- Markt haben. Derzeit zeigt man Interesse vor allem an der noch hauptsächlich zu Hansenet gehörenden Tochter Alice,. Bis zum 20. April will man ein Angebot vorlegen um Hansenet und damit 2,3 Millionen DSL- Kunden zu übernehmen. Wenn man also 2 DSL- Anbieter unter einem Dach gebündelt vermarktet, so könnte man den Hauptkonkurrent, auf diesem Gebiet, der Telekom und Vodafone, inklusive Arcor, Paroli bieten.

Stichwort Vodafone: Interessanterweise gaben Vodafone und O2 im März bekannt, dass man in einigen Bereichen zusammenarbeiten werde, so sollen in den Ländern Spanien, Großbritannien, Irland, Deutschland und unter Umständen auch in Tschechien der Aufbau der Netzinfrasturktur zusammen betrieben werden, so dass man in den nächsten Jahren einige Millionen Pfund einsparen könnte. In wie weit die Gerüchte mit der Zusammenarbeit zu tun haben könnte ist unklar, laut beiden Unternehmen sollen die Mobilfunkdienste auch weiterhin getrennt angeboten werden.

Bei den letzten beiden Varianten, die sehr unwahrscheinlich sind, sei natürlich gesagt, dass man dies nicht binnen ein paar Wochen bewältigen kann. Auch eines der größten Telekommunikationsunternehmen in Europa, Telefonica, sollte dies nicht schaffen. Für den Markt und somit auch mittelfristig für den Kunden aber schon fast eine Revolution und zumindestens in Deutschland eine echte Konkurrenz gegenüber der Deutschen Telekom.

Fazit: Nichts genaues ist klar, am ehsten und eigentlich auch am nötigsten gebraucht, ist eine neue Tarifstruktur möglich, die den Markt vor allem im Postpaid Segment umwirbelt. Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten und sobald uns neue und auch gesicherte Informationen bekannt sind, informieren.

Was aber denken Sie? Alles nur Gerüchte? Oder ist doch was Wahres dran? Ihre Meinung ist gefragt und Sie können diese gerne in den Kommentaren abgeben.


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